Hypnose ist ein Zustand der tiefen Entspannung, ein Empfinden wie kurz vor dem Einschlafen. Geräusche aus dem Umfeld werden noch wahrgenommen, verlieren aber an Bedeutung. Es ist ein freiwillig zugelassener Zustand zur Bewirkung positiver Veränderungen. Die Tiefe der Hypnotisierbarkeit variiert von Mensch zu Mensch und steigert sich mit jeder Wiederholung dieser Therapie. Viele Menschen haben nach der ersten Behandlung das Gefühl, dass es nicht funktioniert hat („ich glaube, ich war gar nicht in Hypnose“). Dennoch haben die währenddessen ausgesprochenen Suggestionen bereits eine starke Wirkung auf das Unterbewusstsein.
Als individuelle auf den einzelnen Menschen abgestimmte Therapieform wirkt die Hypnose bei zahlreichen Problemen heilend oder unterstützend. Häufig eingesetzt wird sie z. B. zur Raucherentwöhnung, bei Essstörungen, Übergewicht, Phobien, Zwangshandlungen, Schlafstörungen, sexuellen Störungen, Prüfungsangst, zur Steigerung des Selbstwertgefühls, seelisch bedingten körperlichen Erkrankungen und …
Ein weiteres Anwendungsfeld der Hypnose ist die sogenannte Regressionstherapie. Hierbei wird der Patient Schritt für Schritt in seine eigene Vergangenheit zurückgeführt. Es werden Situationen aufgedeckt, die Ursache für körperliches und/oder seelisches Unwohlsein im bestimmten Lebenssituationen sind. Durch heilende Bilder und Suggestionen können Negativbilder umgewandelt werden und der Mensch entwickelt ein ganz neues Selbstbild und Selbstbewusstsein. Siehe auch Reinkarnationstherapie.
Entgegen weit verbreiteter Annahme kann man durch Hypnose nicht dazu gebracht werden, etwas gegen den eigenen Willen zu tun. Suggestionen, die gegen das eigene moralische Wertverständnis verstoßen, lassen den Patienten bzw. die Patientin aufschrecken. Bei Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen ist eine gründliche Abklärung der Anwendbarkeit der Hypnose erforderlich. Geistig behinderte Menschen werden nicht mit dieser Therapieform behandelt.
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